Über KMM Künstler Konzert Koreanische Musik News/Fotogalerie
 
   
   
 
Traditionelle Musik
Klassische Musik
Popmusik und K-Pop
 
 

 
Koreanische Musik - Traditionelle Musik


Religiöse und höfische Tänze

Das Tanzensemble, das Hoforchester und das Volksmusikensemble des National Center for Korean Traditional Performing Arts, Seoul

Musik und Tanz bei Hofe waren immer streng den Maßstäben des konfuzianischen Denkens unterworfen: So ist die Eleganz des Tanzes stets Ausdruck der Bescheidenheit und Ehrerbietung gegenüber den Herrschenden, sowohl bei den galanten, als auch bei den erzählerischen Tänzen. Anders bei den Tänzen der koreanischen Volksreligionen: Aus einem Totenritual hervorgegangen ist das schamanistische Salpuri, und das mit einem furiosen Trommeltanz endende Jakbeop ist ein dreiteiliger Auszug des buddhistischen Zeremoniells.




Orchester-Gala
Jongmyojeryeak

Das Hoforchester des National Center for Korean Traditional Performing Arts (NCKTPA), Seoul

Ak“ ist wörtlich übersetzt zwar „Musik“, bedeutet aber die Einheit von Musik, Gesang und Tanz. In der Jongmyojeryeak, der Königliche Ahnenschreinzeremoniemusik, verbinden sich alle Ausdrucksformen zu einer großen Ehrerbietung gegenüber den Königen der Joseon-Dynastie und repräsentieren die Noblesse und innere Ruhe der konfuzianischen Geisteshaltung. Jongmyojeryeak ist UNESCO-Weltkulturerbe und das bedeutendste Werk der koreanischen Hofmusik. Das NCKTPA ist direkter Nachfolger des Königlichen Musikinstituts seit der Silla-Zeit und somit Bewahrer königlicher Musikformen..




Volksmusik - Lieder verschiedener Provinzen und Sinawi

Das Volksmusikensemble des National Center for Korean Traditional Performing Arts, Seoul

Erhebliche Unterschiede gibt es zwischen den Gesangs-Stilen der nördlichen, mittleren und südlichen Provinzen. Nicht weniger kunstvoll als die Musik der Gelehrten, jedoch ungebändigt direkt im Ausdruck und rauher in der Tongebung, je weiter man nach Süden, in die Jeolla-Provinz kommt. – Sinawi ist eine ekstatische Ensemble-Improvisation aus der musikalischen Tradition des koreanischen Schamanismus, die sich in einen kollektiven Trance-Zustand steigert – eine Musizierform, die typisch für den äußersten Süden des Landes ist.




Pansori „Sugungga“

Wang Kiseok, Gesang und Han Seung-seok, Faßtrommel Puk

Erhebliche Unterschiede gibt es zwischen den Gesangs-Stilen der nördlichen, mittleren und südlichen Provinzen. Nicht weniger kunstvoll als die Musik der Gelehrten, jedoch ungebändigt direkt im Ausdruck und rauher in der Tongebung, je weiter man nach Süden, in die Jeolla-Provinz kommt. – Sinawi ist eine ekstatische Ensemble-Improvisation aus der musikalischen Tradition des koreanischen Schamanismus, die sich in einen kollektiven Trance-Zustand steigert – eine Musizierform, die typisch für den äußersten Süden des Landes ist.

Inhalt: Der Drachenkönig des Südmeeres ist krank und nur eine Hasenleber kann ihn heilen. Die Sumpfschildkröte meldet sich freiwillig, an Land zu gehen und einen Hasen zu fangen…




Yeochang Gagok (Damen-Gesänge mit Ensemble)

Kim Ji-eun (Gesang) und das Ensemble „Jeongga Akhoe“, Seoul

Die feinsinnigen und tränensüßen Gesänge der Gisaengs (koreanische Geishas) gehören seit dem 16. Jahrhundert zum Schönsten und Kunstvollsten der traditionellen koreanischen Musik überhaupt. Jeglicher emotionaler Ausdruck der zumeist sehnsuchtsvollen Liebesgedichte, in denen politische und historische Anspielungen versteckt sind, wird verinnerlicht und mit stimmlichen Stilmitteln sublimiert. Gagok steht im Zentrum der Arbeit des Seouler Ensembles „Jeongga Akhoe“ (Ensemble des Tief Fühlenden Gesangs - Gruppo del Canto senso?)




Julpungryu (Instrumentale Ensemble-Suite)

Jeongga Akhoe, Seoul

„Yeongsanhoesang“, die berühmte Instrumentalsuite der Oberklasse der Joseon-Zeit, im 15. Jahrhundert entstanden auf der Basis eines alten buddhistischen Gesangs, hat im Laufe der Jahrhunderte viele Wandlungen durchgemacht und prägte sich in unterschiedlichen Regionalstilen aus. Typisch auch für das heutige Musikempfinden: Es beginnt sehr langsam und beschleunigt nach und nach. In der Version namens „Julpungryu“ rekonstruiert die Gruppe Jeongga Akhoe die musikalische Praxis der Gelehrten in den ländlichen Provinzen und benutzt dabei Quellen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.